{"id":980,"date":"2025-07-16T21:11:18","date_gmt":"2025-07-16T19:11:18","guid":{"rendered":"https:\/\/aeon-z.org\/?p=980"},"modified":"2025-07-16T21:11:18","modified_gmt":"2025-07-16T19:11:18","slug":"schueler-trend-jobben-statt-ausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aeon-z.org\/?p=980","title":{"rendered":"Sch\u00fcler-Trend: Jobben statt Ausbildung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Von den Sch\u00fclern in Deutschland m\u00f6chte jeder F\u00fcnfte nach der Schule erst einmal arbeiten, anstatt eine formale Berufsausbildung aufzunehmen. Besonders h\u00e4ufig trifft das auf Sch\u00fcler mit niedrigem Schulbildungsniveau zu. Das geht aus der neuen Jugendbefragung \u203a<a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Publikationen\/GrauePublikationen\/Ausbildungsperspektiven2025.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausbildungsperspektiven 2025<\/a>\u2039 der G\u00fctersloher Bertelsmann Stiftung hervor. F\u00fcr mehr als ein Viertel aller befragten jungen Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren ist der Wunsch, direkt zu arbeiten, ein wichtiger Grund, der gegen die Aufnahme einer Ausbildung spricht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr die Studie wurden zwischen Anfang M\u00e4rz und Mitte April 2025 insgesamt 1.755 junge Menschen im genannten Alter repr\u00e4sentativ mittels eines standardisierten Fragebogens interviewt. Von den Teilnehmern wurden 1.498 online und 257 in pers\u00f6nlichen Interviews befragt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Befragungsergebnisse geben R\u00fcckschl\u00fcsse darauf, welche Ansatzpunkte vielversprechend sind. So f\u00fchren Befragte mit niedriger Schulbildung ihre Probleme bei der Ausbildungsplatzsuche vor allem darauf zur\u00fcck, dass ihnen das Schreiben einer Bewerbung schwerf\u00e4llt oder dass sie nicht die geforderten Qualifikationen vorweisen k\u00f6nnen, hei\u00dft es in der Bertelsmann-<a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/fileadmin\/files\/BSt\/Presse\/Pressemitteilung_Risiko-fuer-den-Berufsweg-Viele_SchuelerInnen-wollen-erst-arbeiten-statt-Ausbildung-zu-beginnen_20250716.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung<\/a>.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Hoher Handlungsbedarf angesichts Fachkr\u00e4ftemangel<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Bei den Befragten mit h\u00f6herer Schulbildung sieht die Lage anders aus: Vielen von ihnen f\u00e4llt es schwer, sich in der F\u00fclle an Informationen zur Berufswahl zurechtzufinden. Hierin d\u00fcrfte einer der wichtigsten Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen, warum sie hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft noch zum gro\u00dfen Teil unentschlossen sind. Ihrer Ansicht nach m\u00fcsste es, insbesondere in den Schulen, mehr Angebote zur Berufsorientierung geben, vor allem in Form pers\u00f6nlicher Beratung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Handlungsbedarf, um deutlich mehr junge Menschen in eine Ausbildung zu bringen, ist hoch: Laut Berufsbildungsbericht besa\u00dfen 2023 rund 19 Prozent der 20- bis 34-J\u00e4hrigen keinen Berufsabschluss, das entsprach 2,86 Millionen Menschen. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft fehlten im Vorjahr bundesweit mehr als 570.000 qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte \u2013 mit erheblichen negativen Folgen f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Deutschland.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Zweifel an eigenen Chancen<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Positiv stimmt, dass junge Menschen die Ausbildung weiterhin als beliebtesten Bildungsweg nach dem Schulabschluss betrachten: 43 Prozent der befragten Sch\u00fcler streben eine Ausbildung an, 40 Prozent m\u00f6chten auf jeden Fall studieren. Von den Sch\u00fclern mit niedriger Schulbildung k\u00f6nnen sich sogar fast neun von zehn Befragten grunds\u00e4tzlich vorstellen, in Zukunft eine Ausbildung zu beginnen. Zugleich aber sch\u00e4tzen die jungen Menschen mit niedriger Schulbildung ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz deutlich pessimistischer ein als der Rest. Mehr als ein Drittel von ihnen (35 %) glaubt nicht daran oder ist sich nicht sicher, dass sie einen Ausbildungsplatz bekommen werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfen die Schulabbrecher ohne Abschluss nicht vergessen werden. Auch sie sollten als Potenzial f\u00fcr den Ausbildungsmarkt betrachtet und gezielt unterst\u00fctzt werden. Laut Nationalem <a href=\"https:\/\/www.bildungsbericht.de\/de\/startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bildungsbericht<\/a> beendeten im Jahr 2022 rund 52.300 Sch\u00fcler die Schule ohne Abschlusszeugnis. Das entspricht einem Anteil von 6,9 Prozent (5,9 % im Jahr 2020). Zwischenzeitlich betr\u00e4gt die Zahl der Besch\u00e4ftigten ohne Berufsanschluss bereits an die sechs Millionen Personen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00a9 \u00c6ON-Z e.V. Thinktank. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.<\/small><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von den Sch\u00fclern in Deutschland m\u00f6chte jeder F\u00fcnfte nach der Schule erst einmal arbeiten, anstatt eine formale Berufsausbildung aufzunehmen. Besonders h\u00e4ufig trifft das auf Sch\u00fcler mit niedrigem Schulbildungsniveau zu. Das geht aus der neuen Jugendbefragung \u203aAusbildungsperspektiven 2025\u2039 der G\u00fctersloher Bertelsmann Stiftung hervor. 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